Bonjour optique

Trikolore

Der Silmo in Paris steht vor der Tür. Die französische Augenoptikmesse ist auch für deutsche Augenoptiker interessant. Bietet sie doch Kollektions- und Design-Neuheiten, die in Deutschland erst einmal nicht zu sehen sind. Ein Messebesuch, ganz gleich zu welcher Messe es geht und deren Nachbereitung benötigen eine gute Planung. Hier einige Tipps, wie man das Beste daraus machen kann.

Auf geht ´s nach Paris. O.k., nicht jeder frischgebackene Azubi wird gleich mit auf eine der wichtigsten europäischen Optik-Messen mitgenommen. Auch wenn die große Fahrt erst einmal ausbleibt und nur ein kleines Team letztendlich zu einer Messe fährt, ist der Berufsnachwuchs doch an irgendeiner Stelle integriert. Und wenn es der Nach-Messe-Event ist.

Vorbereitungen

Nur gut vorbereitet kann ein solcher Messebesuch überhaupt zum Erfolg werden. In der Regel gibt es im Betrieb eine Checkliste nach der die Reise vorbereitet wird. Zimmer im Hotel buchen, Eintritt-Tickets reservieren bzw. kaufen, Katalog bestellen, solche Dinge sind dort vermerkt und werden Punkt für Punkt abgearbeitet.

Aber auch die Aufgabenverteilung des Messebesuchsteams. Wer besucht welchen Lieferanten? Wen begleitet der Azubi, falls er dann doch mit auf die große Reise darf, weil er rein zufällig französisch spricht?

Die wichtigsten Planungsinstrumente sind in dieser Phase:

  • die eigene betriebliche Auswertung der Abverkäufe für eventuelle Neueinkäufe
  • der Messekatalog mit seinen Hallenplänen um die möglichen Stationen fest zu legen
  • ein Zeitplaner
  • Fachzeitschriftenartikel heraus suchen, die auf bestimmte Neuigkeiten hinweisen, die man unbedingt gesehen und erlebt haben muss
  • das Rahmenprogramm des Silmo nach interessanten Events durchkämmen

Hat das Messeteam nun den Durchblick, geht es daran, eventuelle Termine zu machen. Deshalb auch der Zeitplan. Sinnvoll ist es, Mitarbeiter von Lieferanten bereits im Messevorfeld zu kontaktieren, um einen Termin zu vereinbaren. Bei vielen Firmen herrscht zur Messezeit ein großer Andrang; deshalb den Standbesuch unbedingt ankündigen. Das verkürzt die Wartezeiten. Um mögliche Verspätungen anzukündigen, unbedingt die Kontaktdaten mitnehmen.

Apropos Telefonnummern. Wird der Messebesuch mit getrennten Teams in Angriff genommen, sollten die Termine und alle Kontaktdaten natürlich in doppelter bzw. dreifacher Ausführung vorhanden sein. Vergessen wird ja schnell etwas.

Das Handy aufladen nicht vergessen und ein Ladegerät mit dem passenden Adapter mitnehmen, falls eine Übernachtung in einem französischem Hotel ansteht. Apropos Handy: Der Silmo hat auch eine eigene App, die sich über über den iTunes Store von Apple oder Google-Play noch vor dem Reise-Start herunter laden lässt.

Zur Kleidung: Französische und italienische Messen sind in der Regel immer etwas chicker. Deshalb vielleicht etwas weniger casual kleiden.

Aber auf jeden Fall bequeme Schuhe einzupacken. Auf Messen läuft man sich sprichwörtlich einen Wolf. Wer sich einen Spaß machen möchte, kann ja mal einen Schrittzähler mitnehmen.

Erste Infos vom Messebesuch

Schon am Messetag kann man seinen daheim gebliebenen Kollegen über soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook, Whatsapp oder Instagram erste Infos zum Messegeschehen senden. Auch, ob man nicht zufällig etwas entdeckt hat, womit man überhaupt nicht gerechnet hat. Hat man als Unternehmen gar eine Facebook-Seite, kann man seinen Followern auch schon mal Appetit machen, auf das was kommen wird. Auf die eigene Website lassen sich aber auch die offiziellen Videos einbinden, die die Messe auf Youtube einstellt. Und außerdem wird dann noch mal deutlich, dass man die Reise nicht aus Vergnügen angetreten hat. Wozu auch Vorher-Nachher-Fotos vom Schrittzähler eindrucksvoll Zeugnis ablegen werden.

Rückkehr in den Laden

Da hat man nun schon seine Zeit auf der Messe verbracht, dann muss sie sich auch auszahlen. Möglichst schnell sollte zeitnah der Messebesuch ausgewertet werden. Gab es wichtige Gespräche mit Glas- oder Fassungslieferanten? Neuentdeckungen, die unbedingt an die Kollegen weiter gegeben werden müssen?

Der Nach-Messe-Event

War´s das? Aus einem Messebesuch lässt sich vortrefflich noch ein Nach-Messe-Event zaubern. Einige Augenoptiker sehen es als Chance, ihre eingekauften Fassungen in einem angemessenen Rahmen im Geschäft zu präsentieren. Motto: „Brillen-Mode-Neuheiten von der Silmo aus Paris exklusiv für Sie“.

Spontan aus dem Ärmel schütteln lässt sich eine solche Aktion natürlich nicht. Sie sollte schon im Vorfeld der Messeplanung einfließen.

Wie gesagt, als Azubi reist man nicht gleicht gleich im ersten Ausbildungsjahr nach Paris. Doch könnt Ihr durchaus mit Ideen für die Kollektionspremieren im Laden glänzen.

Das fängt schon mit Deko-Ideen an. Klar, die Trikolore in irgendeiner Art und Größe darf natürlich nicht fehlen. Aber wer denkt schon an französisch sprachige Zeitungen? Wer sie nicht aus Paris mitschleppen möchte, bekommt die großen Modemagazine auch in gut sortierten Bahnhofsbuchhandlungen hier in Deutschland. Aber wenn man schon in Paris war, sollten wenigstens ein paar oder auch ein paar mehr originale französische Ansichtskarten gekauft werden. Für die spätere Schaufenster-Deko oder um ganz besondere Kunden damit anzuschreiben und einzuladen. Manchmal haben Fassungshersteller schon spezielle Karten in ihrem Marketingfundus.

Inspirieren lassen kann man sich auch durchs Internet, wenn es beispielsweise ums Buffet bzw. Fingerfood geht. Aber auch der Delikatessenladen in der Stadt oder der Weinhändler bieten reichlich Inspirationsraum.

Infos zu den neuen Brillen

Aber auch die Infos zu den Brillen sollten ins Vorbereitungskonzept gehören. Wer ist die Firma? Welcher Designer steckt dahinter? Oder was hat es überhaupt mit französischem Brillendesign und Mode auf sich?

Die Infos bekommt man meistens direkt vom Lieferanten. Vielleicht gibt es bereits einen Artikel aus einer Fachzeitschrift oder in einer Modezeitschrift, den man ausgedruckt und laminiert auslegen kann. Tip: Eine matte Laminiertasche erleichtert übrigens das Lesen.

Was für den Silmo gilt, kann man natürlich auf auch andere Messen übertragen. Die Mido in Mailand oder die OPTI in München bieten ebenfalls zahlreiche Ansatzpunkte für ein erfolgreiches Messeevent im Laden.

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