BAB – Berufsausbildungsbeihilfe

Eure Ausbildungsstelle liegt mehr als eine Stunde von Ihrem Wohnort entfernt? Ihr überlegt deshalb, dorthin zu ziehen und eine eigene Wohnung zu mieten, wisst aber noch nicht, ob und wie Ihr das finanzieren sollt?

Dann solltet Ihr rechtzeitig darüber nachdenken, Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) zu beantragen.

Sie wird während einer beruflichen Ausbildung sowie einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme geleistet. Auszubildende erhalten Berufsausbildungsbeihilfe, wenn sie während der Ausbildung nicht bei den Eltern wohnen können, weil der Ausbildungsbetrieb vom Elternhaus zu weit entfernt ist.

BAB wird grundsätzlich als Zuschuss gewährt. Die Höhe der Beihilfe ist von Alter, Familienstand und der Unterbringung (also der Miete, die für die neue Wohnung gezahlt werden muss) abhängig. Angerechnet wird die eigene Ausbildungsvergütung, das Einkommen der Eltern, des möglichen Ehepartners oder der Ehepartnerin, wenn es bestimmte Freibeträge übersteigt. Gezahlt wird die Ausbildungsbeihilfe für die Dauer der Ausbildung.

Den Antrag stellt Ihr bei der dafür zuständigen Stelle der Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Auszubildende seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Wird Berufsausbildungsbeihilfe erst nach Beginn der Ausbildung oder der berufsvorbereitenden Maßnahme beantragt, wird sie rückwirkend längstens vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Leistungen beantragt worden sind.

Informationen zur BAB gibt es bei den Arbeitsagenturen vor Ort und in in den Berufsinformationszentren (BiZ) der Arbeitsagenturen.

Ausführliche Informationen findet Ihr auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit (http://www.arbeitsagentur.de) im Bereich Bürgerinnen und Bürger. Ihr könnt aber auch „bab“ in die Suchmaske eingeben. Dann erscheint der jeweilige Artikel.

Übrigens: Solltet Ihr keinen Anspruch auf Ausbildungsbeihilfe haben, besteht vielleicht die Chance, Wohngeld zu bekommen.

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