Lernerfolg durch Glasberatungsprogramme

Beratungs- und Verkaufsprogramme sind aus dem Alltag vieler Augenoptikbetriebe nicht mehr wegzudenken. Sie unterstützen den Fachmann bei seinem Gespräch mit dem Kunden, indem sie Produktunterschiede und -vorteile veranschaulichen und helfen, die für Laien oft komplizierten Sachverhalte besser zu verstehen.

Auch Ihr als Berufseinsteiger könnt schon früh von der digitalen Technik profitieren. Ein professionelles Glasberatungsprogramm hilft nicht nur beim höherwertigen verkaufen. Azubis gelingt damit auch ein schneller Einstieg in das Thema Brillengläser. Nebenbei lernt man noch viele Aspekte für den späteren Einsatz im Verkauf kennen.

Zwischendurch spielerisch lernen

Ist gerade kein Kunde im Laden und habt Ihr zwischendurch mal etwas Zeit, bietet es sich geradezu an, sich mit einem solchen System zu beschäftigen. Dabei findet Ihr Vergleiche zwischen Materialdicke und Gewicht unterschiedlicher Material-Indizes oder die Unterschiede zwischen sphärischen und asphärischen Glasdesigns, zwischen verschiedenen Gleitsichtgläsern, Entspiegelungen sowie Tönungen.

In Kombination mit analogen Hilfsmitteln, wie bereitliegenden Musterverglasungen in Fassungen, Testgläsern oder Schablonen, stellt sich schnell ein Lernerfolg ein.

Interessant in diesem Zusammenhang: Arbeitet euer Betrieb mit mehreren Glasanbietern zusammen, kann man zum einen sehr gut vergleichen, wer welches Material anbietet und zum anderen auch die vorhandenen Materialien auf ihren Nutzwert und die Verständlichkeit prüfen. Schließlich sollt Ihr ja später diese Tools im Beratungsgespräch benutzen und damit absoluten Optik-Laien optische Produkte erklären und verkaufen. Übt Ihr frühzeitig damit, werdet Ihr schnell sicher im Umgang mit den Programmen und kennt die Vorteile der Software aber auch die Schwächen für das Beratungsgespräch.

Lasst euch vor allem von euren Kollegen erklären, wann solche Beratungssoftware dem Kunden wirklich nutzt. Von der Beratungssoftware verspricht man sich in der Regel eine individuellere Kundenberatung, die gleichzeitig dazu beiträgt höherwertigere Brillengläser zu verkaufen. Der Grund: Hier werden bestimmte Glasmerkmale und ihr Nutzen ganz komfortabel gegenüber gestellt und unterstützen so die Argumentation des Beraters.

Einige Softwaremodule liefern gleich einen Fragenkatalog mit zu einer sogenannten Bedarfsanalyse.

Doch nicht alle Kunden finden den Einsatz in der Beratung klasse, werden davon eher abgeschreckt.
Manchmal ist weniger eben mehr und man greift besser auf die erwähnten analogen Beratungshilfen zurück.

Zur Beratungskompetenz gehört mehr als Softwartools anwenden zu können

Die Kompetenz des beratenden Augenoptikers liegt jedoch nicht in der Bedienung der Softwaretools, sondern sich auf den Kunden einstellen zu können und so detaillierte Kenntnisse über dessen Wünsche und Bedürfnisse zu erlangen. Nur so kann schließlich das passende Produkt für den Kunden gefunden und eventuell der Bedarf für eine zusätzlich benötigte Zweitbrille ermittelt werden.

Softwaretools solltet Ihr daher als verkaufsunterstützende Marketinginstrumente sehen, die euch keinesfalls den kompletten Beratungsprozess abnehmen können. Sie helfen jedoch, euch einen Überblick über das umfangreiche und spezifische Produktportfolio der verschiedenen Glasanbieter zu geben und diesen zu überblicken.

Je früher Ihr damit anfangt, euch damit zu beschäftigen, desto besser. In Kombination mit den Preislisten, die ja auch noch vorhanden sind, habt Ihr so ein paar exzellente Lerntools an der Hand.

Auch an Kontaktlinsen-Basics haben die Entwickler gedacht. Denn die gehören ja für einige Betriebe zum Augenoptikalltag. Aus dem anfangs meist spielerischem Erkunden des Programms wird schnell ernst.

Da dieses konkrete Produkt mit weiteren Beratungs- und Verkaufstools vernetzt ist, könnt Ihr mit eurem Chef oder einem Kollegen Trockenübungen mit konkreten Beratungsfällen durchführen. Ein besonderes Highlight sind Zusatzprogramme, die zusätzliche Funktionen wie Nahprüfung oder Zentrierung ermöglichen. Diese Tools werdet Ihr im Laufe eurer Ausbildung kennenlernen.

Interaktive und multimediale Goodies

Doch zurück zu den Programmen. Die rein technische Seite für den Verkauf ist sicherlich der wichtigste Aspekt, doch moderne Programme halten aber noch weit mehr Informationen für den Anwender und auch für den Kunden bereit.

Was euch an Grafiken und interaktive Filmen interessiert, kann später dem Kunden ein besonderes Verkaufserlebnis verschaffen. Wann sieht er schon solche Filme? Wann wird einem schon mal das Thema Augen und Sehen erlebbar gemacht?

Lernen mit Online-Tools

Surft euch schlau! Ob im Betrieb, zu hause oder in der Schule – auch das World Wide Web hält so manches interessante Wissenstool für Selbstlernwillige bereit. Mit ein paar Klicks erreicht man beispielsweise bei Carl Zeiss Vision das Brillenglas-Kompendium.

Neben vielen Hintergrundinformationen zum Produktprogramm des Aalener Unternehmens, findet Ihr dort unter der Rubrik „Sehen erleben“ eine umfangreiche Sammlung unterschiedlichster augenoptischer Themen und simulierter Seheindrücke. Grafiken und viele animierte interaktive Demofilme veranschaulichen, wie das System Auge und Brillenglas oder Sonnenschutz funktionieren, warum eine Entspiegelung auf einem Brillenglas sinnvoll ist und vieles mehr.

Ein besonderer Service dabei: Das Brillenglas-Kompendium steht auch als Download in Form einer PDF-Datei bereit.

Aber auch andere Hersteller haben mehr oder weniger vielseitige und für Anfänger nutzbare Informationen im Internet veröffentlicht.

Vorbei surfen und vergleichen lohnt sich.

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