Gravuren auf Gleitsichtgläsern finden leicht gemacht

Gravuren finden auf Gleitsichtgläsern

Mikrogravuren auf Gleitsichtgläsern sind für die korrekte Vermessung und Kontrolle dieser Gläser absolut notwendig. Doch manchmal ist es für Job-Anfänger und für alte Hasen gleichermaßen schwierig, Glasmittelpunkt, Prismenreferenzpunkt, Fern- und Nahbezugspunkt oder den Zentrierpunkt auch zu finden. Hier ein paar Tipps zum Umgang mit den Permanentmarkierungen.

Im Laufe der Ausbildung wird es öfter mal vorkommen, dass ein Neukunde im Laden steht und nur ein Glas in seiner Gleitsichtbrille ersetzt haben möchte. Da man ja seine Daten nicht in der eigenen Kundendatei hat, muss man auf anderen Wege ermitteln, von welchem Glashersteller die Gläser sind, um welchen Typ es sich handelt und wo die erforderlichen Zentrierpunkte zu finden sind.

Liegt kein aussagefähiger Brillenpass vor (unbedingt vorher fragen), heißt es genau hinzuschauen. Es erinnert ein wenig an Detektivarbeit, die fast unsichtbaren Gravuren im Glas zu entdecken.

Eine Lupe ist dabei ebenso hilfreich wie eine gute Beleuchtung an der Werkbank, die die Gravuren eventuell sichtbar macht. Denn nicht jeder hat Hilfsmittel, wie spezielle Gravuren-Erkennungsgeräte in der Werkstatt zur Hand. Manchmal lässt auch leichtes Anhauchen die Markierungen sichtbar werden.

Hat man dann die Markierungen gefunden und die Gravuren einem bestimmten Glastyp zugeordnet, geht es weiter. Schön, wenn der Ausbildungsbetrieb mit dem Glashersteller zusammen arbeitet. Dann finden sich in der Regel Schablonen, die man auf die Markierungen legen kann, um Zentrierkreuzabstand und Mindesteinschleifhöhe der Gläser zu bestimmen.

Hat man die Punkte oder Logos schnell entdeckt, arbeitet allerdings nicht mit dem Glashersteller zusammen oder es handelt sich um ein unbekanntes Glas: Was dann? Eine Lösung bietet das Ratinger Unternehmen Lumos an: den Gravurenfinder – einem Bestimmungsbuch für Gleitsichtgläser.

Vielleicht habt Ihr es ja bereits in eurem Betrieb in der Werkstatt im Einsatz. Dort findet man die Logos der Glashersteller und jeder Glastyp ist mit seinen Markierungsoptionen in einer standartisierten Grafik abgebildet. Wie diese aussieht kann, zeigt die Abbildung.

Gravuren finden auf Gleitsichtgläsern
(Foto: Lumos)

Markierungssuche in Echtzeit

Wer nicht in einem gedruckten Werk herum suchen möchte, der wird – natürlich – im World Wide Web fündig. Das Bestimmungsbuch gibt es nämlich auch in einer praktischen Online-Datenbankversion (www.gravurenfinder.de) mit laut Anbieter über 2.000 Gläsern der wichtigsten Glashersteller in Deutschland, Östereich und der Schweiz.

Solche Tools sind klasse, doch sollte man sich damit unbedingt vertraut machen, um mit ihnen optimal arbeiten zu können. Je früher Ihr also anfangt, desto besser. Es wird sicherlich die eine oder andere ruhige Minute geben, in der Ihr euch mit einem Kollegen oder dem Chef den Aufbau und die Funktionen anschauen und einfach etwas herum probieren könnt. Dann klappt das auch mit der Gravur mit Bravur.

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