Sportoptiker – Fachleute für optimales Sehen im Sport

Zwischen Sportoptik und sportiver Brille gibt es unterschiede

Sport gehört zum Lifestyle, wird immer mehr Teil unseres Alltagslebens und nicht zuletzt ein Medienereignis. Kein Wunder also, dass sich viele Augenoptikbetriebe durch eine zusätzliche Spezialisierung in Sachen Sport einen Umsatzbringer in den Laden geholt haben.

Glück für jene Azubis, die in einem Laden arbeiten, wo man es mit der Fachkompetenz beim Sehen im Sport ernst meint. Augenoptiker setzen für den Kunden die Anforderungen des Sports in Optik um. Und zwar so, dass es ihm eine Leistungssteigerung bringt.

Gerade für sportlich orientierte Azubis kann die Sportoptik zu einem interessanten Zusatzkapitel in ihrer Ausbildung werden.

Sportbrillenspezialist ist man nicht, weil man einige trendige Sportbrillenprodukte im Geschäft zeigt. Man benötigt schon ein gewisses Knowhow und Erfahrung im Umgang mit dem Produkt, um den Kunden wirklich optimal beraten zu können. Denn die optisch verglaste Sportbrille für Fehlsichtige ist ein professionelles Sportgerät für die Augen, bei dem Beratung und Service stimmen müssen.

Profil durch Sportoptik

Erfolgreich wird man in dieser Nische nur, wenn man ein authentisches Profil als Sportoptiker entwickelt. Selbst Sport treiben, sich mit Gleichgesinnten austauschen oder vielleicht Branchen übergreifend ein Netzwerk aufbauen – Sportoptik erfordert Engagement. Dann kommt auch das Profil.

Und es lohnt sich für eine Betrieb, in diesem Marktsegment aktiv zu sein. Sportarten boomen; und eine Menge Geld ist im Accessoirebereich damit verbunden. Ein Blick auf den Sportfachhandel zeigt: Mehrere Mrd. Euro werden jährlich im Sportfachhandel umgesetzt, wohlgemerkt ohne Warenhäuser und Versandhandel.

Sport ist in und wird es auch weiter bleiben. Der vielbeschriebene Trend zur Freizeitgesellschaft wird in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen. Treiben Azubis selbst eine Sportart, können sie sich schon während ihrer Ausbildng sehr gut in den Betrieb damit einbringen. Vor allen Dingen ist es ein leichtes für sie, mit Gleichaltrigen zu sprechen. Denn sie wissen ja, wovon sie reden.

Sport ist jedoch nicht nur jungen Menschen vorbehalten. Wen wundert es, die Sportler werden immer älter. Bei manchen Sportarten liegt der Anteil der über 40-jährigen schon bei über 50 Prozent. Von einem einheitlichen, stabilen Markt kann man jedoch nicht sprechen. Ständig ist er in Bewegung, werden neue Sportarten entwickelt, verschwinden andere aus dem öffentlichen Interesse.

Betrachtet man die Zahlen, zeigt sich ein enormes Marktpotential für die Augenoptik. Schließlich verlangt aktives Leben auch nach einer guten Ausrüstung. Allein schon die Zahl der sporttreibenden älteren Menschen zeigt, dass in Zukunft beispielsweise die Nachfrage nach speziellen Sportbrillen zunehmen wird die Korrektionsmöglichkeiten bieten.

Qualifizierung

Bevor es überhaupt professionell mit dem Verkauf von Sportoptik losgehen sollte, darf man getrost eine längere Zeit der Vorbereitung und der Qualifizierung einrechnen.

Augenoptische Vereinigungen, wie beispielsweise die WVAO oder die Industrie bieten eine Reihe von Theorie- und Praxis-Workshops an, um sich in das Thema einzuarbeiten. Solche Seminare können auch schon dem Azubi bewusster machen, was es überhaupt bedeutet, beim Sport schlecht zu sehen. Azubis im zweiten oder dritten Lehrjahr können ihren Chef ja einfach mal fragen, ob sie mit auf ein Seminar oder eine Fortbildung in Sachen Sportoptik dürfen. Die Kompetenzforen bieten hier einen ersten Berührungspunkt mit der Materie.

Während Breitfeld&Schliekert unter anderem die Sportbrillenkollektion Rudy Project vorstellt, stehen Mitarbeiter des Brillenglasunternehmens Rupp+Hubrach für Informationen rund um die Sportbrillenverglasung zur Verfügung.

Warum überhaupt Fortbildung? Der Grund: Nicht jeder Augenoptiker weiß Bescheid über die speziellen Probleme fehlsichtiger Sportler, die sie bei der Ausübung ihres Sports haben. Der Sportkunde sucht und will eine bestimmte Brille, hat oft sogar recht genaue Vorstellungen vom Aussehen und der Leistungsfähigkeit dieses „Sportgerätes für die Augen”. Zudem können sie ihm das nötige Wissen über die Sportwelt liefern: Was sind die Disziplinen, Techniken und Regeln, welche Sehanforderungen stellt der Sport, was gibt der Sportler für seinen Sport aus, wie wird kommuniziert?

Augenoptik, die einen Sportoptikbereich aufbauen wollen, sollten sich eine Sportart, möglichst aus dem Breitensport, als Ausgangsbasis wählen. Kenntnisse über weitere Sportarten lassen sich entweder durch eigene sportliche Aktivitäten oder durch Fachlektüre und zuvor angesprochenen Seminare erwerben. Thematische Schwerpunkte eines Sportoptikstudios können sein: Wasser-(Tauchen) und Wintersport, Ballsport, sowie Lauf- und Radsport oder auch Schießen. Denn eine Spezialisierung sichert eine bessere Marktposition.

Engagement

Eine Sportoptik-Abteilung mit Erfolg zu etablieren, hängt auch viel vom persönlichen Engagement und der Einsatzbereitschaft des jeweiligen Augenoptikers ab. So gehören Beratungsgespräche mit Vereinstrainern zur Arbeit rund um den Sportbrillenbereich. Denn Kompetenz im Sport lässt sich nur demonstrieren, wenn man sich mit den Bedürfnissen der Sportler beim Sehen beschäftigt. Der Läufer hat eben andere Anforderungen als der Handballer – diese Unterschiede muss man kennen, sonst verliert man schnell seine Glaubwürdigkeit.

Das bedeutet: Präsenz bei Sportveranstaltungen, Besuch von Vereinsversammlungen, Schulungen und Trainings oder von lokalen Messen und Gewerbeschauen, Kontakte zu Fitnessstudios aufbauen und es spricht natürlich auch nichts gegen eine enge Kooperation mit dem örtlichen Sportfachhandel. Für Azubis eine tolle Gelegenheit ein eher fachlich orientiertes Thema auch einmal unter Marketinggesichtspunkten kennen zu lernen.

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